Spiel und Spaß mit Clown Belinda

erstellt am: 22.04.2016

Amstetten
Spiel und Spaß mit Clown Belinda
Rote Clownnase, knallig geschminkter Mund, Rosen im Haar, die Ukulele umgehängt. So hat Clown Belinda Bewohnern des AWO-Pflegeheims in Amstetten jetzt einen vergnüglichen Nachmittag bereitet.


HEINRICH SCHMOHL | 21.04.2016

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Clown Belinda geht bei seinem Auftritt im Pflegeheim auf jeden zu.

Eine Stunde ohne Sorgen und dafür vielleicht ein glückliches Lächeln. Das hatte sich der Soziale Förderverein Amstetten zum Ziel gesetzt, als er Christine Schlenker – alias „Clown Belinda“ – für einen Auftritt im Amstetter Pflegeheim der Arbeiterwohlfahrt (AWO) engagierte. Im Hauptberuf Heimleiterin der Wilhelmshilfe Ursenwang weiß Christine Schlenker, wie man älteren, teils kranken Menschen kleine Glücksmomente bescheren kann.
Nach einer kurzen Begrüßung durch den Vorsitzenden des Sozialen Fördervereins, Heinrich Schmohl, versprüht Clown Belinda von Beginn an gute Laune. In Anspielung auf ihre Bekleidung – pinkfarbener Ringelpulli, geblümter Rock über einem ausgestopften Bauch, aus dem Spitzenunterhöschen herausschauten, die in Ringelstrümpfen mündeten – weckt sie bei den Senioren Erinnerungen an die eigene Kindheit. Die Lieder, begleitet mit der Ukulele, animieren zum Mitsingen oder auch nur zum Wippen mit den Füßen im Takt.
Belindas Handeln ist spontan und entsteht aus der Situation heraus: Als sich Frau Fink vorstellt, singen alle das Lied „Alle Vögel sind schon da“. Belinda sprich die Leute konkret an, jeder ist wichtig. Aus der Tasche zaubert sie Blümchen aus ihrem Garten und überreicht jedem eines. Besinnlich wird es, als Seifenblasen über die erstaunten Bewohner niederschweben, um im Anschluss ein mit Musik und Gesang untermaltes Bewegungsspiel mit den Senioren zu machen.
Als ausgebildeter Gesundheitsclown folgt Christine Schlenker ethischen Grundsätzen. Grundlage allen Handelns ist die Lebensfreude. Dabei wahrt sie eine respektvolle Haltung gegenüber dem Publikum. Humor geht nie auf dessen Kosten. Clowns haben hier die Aufgabe, durch Freude und Lachen die Selbstheilungskräfte kranker, alter oder dementer Menschen anzuregen. „Es geht darum, den Alltag der Leute zu durchbrechen. Wenn das gelingt, bin ich zufrieden“, erklärt Christine Schlenker. Zum Schluss kann sich Belinda von jedem Einzelnen sogar mit Namen verabschieden.
Nach dem Auftritt besucht Clown Belinda noch Bewohner, die nicht an der Aufführung teilnehmen konnten oder wollten, auf ihren Zimmern, wo sie in einfühlsamer Weise mit den Bettlägerigen scherzte, lachte oder sang. Belinda wird wiederkommen: Der Förderverein hat die Clownfrau schon für weitere Auftritte engagiert.

erstellt von: Heinrich Schmohl Kategorie(n): Geislinger Zeitung u. Südwest Presse


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